Emotionelle Erste Hilfe

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Die emotionelle Erste Hilfe  (EEH) ist eine körperorientiertes Verfahren kombiniert mit einer liebevollen und wertschätzenden Begleitung von Eltern und Babys. Körperorientierte Verfahren beinhalten bindungsfördernde Körperberührungen beim Baby und bei den Eltern,  Übungen zur eigenen Körperwahrnehmung, entspannungsfördernde Atemtechniken und Gespräche. Durch diese Verfahren, wird der  Kontakt zwischen Eltern und Kindern verbessert.

D.h.,  ich unterstütze Sie im Rahmen der EEH , die Signale Ihres eigenen Körpers wahrzunehmen und entsprechend zu nutzen, um Kreisläufe aus Angsterleben, Stress und Verlust der Nähe bzw. Bindung  zum Kind frühzeitig zu erkennen und zu verändern. Das Spüren eigener köperlichen Symptome die durch das anhaltende Schreien des Kindes verursacht werden, wie Verspannungen im Nackenbereich, Enge in der Brust, flache und beschleunigte Atmung werden zum körperlichen Frühwarnsystem, dass der Stress überhand nimmt und Sie die emotionale Bindung zum Kind evtl. verlieren.

Gleichzeitig unterstütze ich Sie, die Signale Ihres Kindes wahrzunehmen und zu deuten.  Sie lernen dadurch intuitiv zu reagieren und geben somit Ihrem Kind eine Unterstützung sich selbst zu regulieren (z.B. sich selbst zu beruhigen) . Dies hat zur Folge, dass Sie wieder Ihrem Bauchgefühl vertrauen können. Dies erkennen Sie daran, dass die Körpersprache Ihres Kindes klarer wird und Sie diese leichter deuten können, der Blickkontakt zwischen Ihnen und Ihrem Kind wieder mehr möglich ist, die Einschlafsituationen sich entspannen, dass sich  die Schreiphasen verkürzen und Sie sich im Umgang mit Ihrem Baby sicherer fühlen.

In der Emotionellen Ersten Hilfe  wird davon ausgegangen, dass das Auftreten von Körperverspannungen und der gleichzeitige Verlust der Bindungsbereitschaft zum Kind untrennbar miteinander in Verbindung steht. In der EEH beziehe ich  Sie als Eltern und Ihr Baby bzw. Kleinkind gemeinsam mit ein.  Stressreiche Erfahrungen bereits in der Schwangerschaft, belastende Geburtserlebnisse und belastende Erinnerungen an die nachfolgende Versorgung Ihres Kindes können nicht nur zu Krisen bei den Eltern führen,  sondern auch bei einem  Säugling. Häufig schreien diese Kinder stundenlang, lassen sich schwer beruhigen, haben Probleme mit dem Trinken und Einschlafen, lassen keinen  oder nur sehr wenig Blickkontakt zu. Manche Kinder werden dann häufig angelegt und trinken unaufhaltsam, andere gehen widerwillig an die Brust oder wirken apathisch. Eltern fühlen sich dann häufig rat- und hilflos, weil nichts so richtig hilft. Dazu kommen viele gutgemeinte, aber wenig hilfreiche Ratschläge von anderen Personen.

Sehr viele Eltern fühlen sich in diesen Situationen rat- und hilflos. Man wird evtl. über Nacht zu Eltern, aber nicht gleichzeitig für alle Situaionen gewappnet. Wichtig ist dann den Mut zu haben fachliche  Unterstützung anzunehmen.

Die EEH ist sinnvoll zur emotionalen Unterstützung

  • für unruhige, verspannte und häufig weinende Babys
  • für Babys nach anstrengenden und schwierigen Geburten
  • für Babys, die nach der Geburt länger von der Mutter getrennt wurden
  • für Babys mit Schlaf- und Stillproblemen
  • für Eltern, die sich rat- und hilflos fühlen
  • für Eltern, die sich erschöpft und überfordert fühlen
  • von Schwangeren und werdenden Eltern bei der Entwicklung einer liebevollen Verbindung zum ungeborenen Kind
  • von Müttern und Vätern nach belastenden Situationen unter der Geburt
  • in Wochenbettkrisen zwischen Eltern und / oder dem Neugeborenen
  • Traumabegleitung von Eltern und Babys nach  Belastungen rund um die Geburt
  • wenn Mütter oder Väter nicht richtig mit dem Kind in einen liebevollen Kontakt kommen
  • von Eltern und Kindern im Rahmen von Eltern-Kind-Gruppen (0 – 3 Jahr

Die Wurzeln dieser Arbeit gehen auf die Säuglingsforschungsergebnisse des Arztes Wilhelm Reich (1898 – 1957) und seiner Tochter Eva Reich zurück. Der Psychologe Thomas Harms entwickelte daraus die EEH . Er gründete 1993 in Berlin die erste Schreiambulanz und  führt seit vielen Jahren eine Praxis und ein Fortbildungsinstitut in Bremen (ZePP).

Zur Beantwortung weiterer Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Regina Brym